Meine Lyrik

Themen 2

27.08.2015

Was ist Vergangenes,
wenn wir im Heute leben,
was zählt Gedachtes,
wenn wir heute denken?
So vieles ändert sich über Jahre,
vieles ändert sich jeden Tag neu.
Das Heute zählt, heute ist Gegenwart,
gestern steht schon im Buch des Lebens,
das Morgen ist ungewiss!
K.S.

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft an einem Hügel
sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
und weißt du nicht das jeder sündigt,
der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät,
komm her und übergib dein Fell.
Der Igel sprach, nur nicht so schnell.
lass dir erst deine Zähne brechen,
dann wollen wir uns weiter sprechen!
Und also gleich macht er sich rund,
schließt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt,
bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch


29.03.2015

Ich dachte immer, "Ehrlich währt am Längsten", dem ist aber nicht so.
Bin ich ehrlich, habe ich auch schlechte Karten.
Ich schreibe in "Ich-Form", für andere kann ich nicht schreiben, das wäre "Wir".
Manchmal hat man ja Tage, da ist man empfindlich und weiß nicht wohin mit seinem Ärger oder der Betrübnis. Anderen kann ich es nicht erzählen, weil es für sie nicht wichtig ist.
Am nächsten Tag ist es auch nichtig für einen selber. Ich sollte es doch nicht so auf die Goldwaage legen und cool bleiben, wie meine Enkel sagen. das ist nicht so einfach.
Alle stürzen sich ganz unauffällig auf den der seine Meinung ehrlich sagt, nicht mit der Welle mitschwimmt, Honig um die Bärte schmiert. Nur um vielleicht keine Nachteile zu haben, im Vordergrund zu bleiben, nicht nach unten zu rutschen.
Man kann sich drehen und wenden wie man will, Mobbing findet auch im Kleinen statt.
Es sind die kleinen Egoisten, die gern an erster Stelle stehen. Wem ist es wirklich egal? Ich kenne niemanden, auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Wer will nicht Lob und Anerkennung! Man muss ja nicht dorthin wo man es nicht bekommt, die Streicheleinheiten, man tummelt sich da wo man gehört wird.
Im Internet ist es ein tägliches Geschäft.
Wie Du mir, so ich dir, ganz offensichtlich kann man es erkennen.
Es geht manchmal auch einfach nicht anders, wie soll man sonst andere erreichen.
Ich kann das einfach nicht, mir liegt es nicht und ich verdrehe mich auch deshalb nicht.
Normalerweise schreibe ich wenig persönliches im Internet sondern halte mich allgemein.
Mir liegt es einfach nicht meine persönlichen Empfindlichkeiten im Netzt auszubreiten.
Man sagt mir immer, du strahlst Ruhe aus, dir geht es gut, du bist hast ausgeglichenes Wesen.
Stimmt das?
Trage ich eine Maske, mein Gesicht ist ein anderes?
Mir geht es gut, ich bin dankbar für mein Leben, habe gesunde Kinder, und sage wie meine verstorbene Mutter, "ich bin zufrieden"!
Meine Ehrlichkeit und Offenheit hat Grenzen, hier und jetzt.
Wer weiß denn schon, was ich in meinem Leben erlebt habe. In meiner Kindheit, in meiner Jugend, überhaupt in meinem Leben. Wenn ich schrieb, sah es positiv aus nach außen, für mein Umfeld nur für andere.
Vielleicht habe ich mir alles erkämpfen müssen und aus meinen negativen Erfahrungen gelernt, das Positive zu sehen. Ich bin ein Optimist, ja, das hat mir vielleicht geholfen.
Meine Kindheit, meine Erziehung ,meine Krankheit, alle Erlebnisse die nebenher liefen, haben mich auch leiden lassen.
Ich schrieb ,
Man denkt du bist zerbrechlich
wie Porzellan
dabei bist du zäh und stark wie eine Staude
wenn man sie beschneidet
blüht sie umso mehr.
Das war mein Trost.
Ich bin gewachsen an mir selber, ich bin noch nicht geheilt in mir, aber ich weiß warum ich so bin ,wie ich bin.
Allein habe ich den Weg gefunden, mein Ziel noch nicht erreicht.
Ich beginne zu laufen und bekomme viele Stolpersteine in den Weg gelegt.
Man legt mir die Steine vor die Füße, die ich eigentlich hinter mir gelassen habe.
Meine Seele hat so oft geweint bis keine Tränen mehr kamen.
Einfach verschluckt, getrunken, in mir das Wasser des Lebens.
Das Weinen habe ich wieder gelernt.
Heute weine ich nicht um mich,… mit mir, und um andere.
Manchmal kommt dieses Schluchzen, das Unterdrücken der Tränen, so wurde es mir beigebracht.
Wenn Du weinst, bekommst du noch mehr. Diese Angst hat mich stark gemacht.
Dieses Meer in mir will ich nicht, die Enttäuschungen, die immer wieder kommen, möchte ich auch nicht.
Ich will einfach lachen , fröhlich sein und positiv denken.
Mich nicht mehr über Nichtigkeiten ärgern und Wichtiges von Wichtigem unterscheiden.

Ich bin auf dem Weg aber die Enttäuschungen muss ich mitnehmen. Sie gehören zu mir auch wenn ich nicht direkt schuldig bin.
Ich habe nette Freunde im Netz gefunden, nette Autoren lieb gewonnen, lese sie gern. Die mich beflügeln, tolle Texte schreiben. Weil sie es gut können bewundere ich sie von Satire bis Märchen, von Lyrik bis Poesie und Prosa.
Schöne kreative Seiten auf denen ich mich aufhalte um Inspiration zu finden. Die mir Freude geben und denen ich dafür dankbar bin auch wenn ich es nicht sage.
Es ist meine stille Freude, die Freude die ich im Herzen spüre, und die Freude kann ich auch still weitergeben.
Sie wissen nicht alles von mir und so sehen mich mit anderen Augen, mit dem was ich ihnen zeige.
Manchmal, so wie heute, da lasse ich etwas frei fliegen und die Gedanken flattern ja auch nur dahin, zu denen, die mich verstehen und die ähnlich denken.
Im Unterbewusstsein wurde ich inspiriert, war wohl ein ähnliches Thema. Dies ist aber meins.
Es sprang gerade so aus meiner Feder und meinem Kopf.
Warum in diesem Blog? War eine spontane Idee, obwohl ich sonst überlege was ich schreibe und wohin.
Dieser Text wir noch in anderer Form einer Biografie, nicht öffentlich erscheinen.
Für die, die mich kennen und hier normalerweise nicht lesen.

© Klärchen


03.12.2014

Schon wieder ist fast ein ganzes Jahr vergangen.

Soviel ist passiert und vieles vorbeigerauscht mit nachhaltigem Eindruck. Ängste hinterlassend, die nicht so schnell abzubauen sind.

Die schrecklichste Krankheit mit vielen Toten in diesem Jahr ,"Ebola".

Gerade vor kurzer Zeit, Gewalt mit tödlichem Ausgang, nur weil eine junge Studentin "Tugce" sich für zwei Mädchen eingesetzt hat, die belästigt wurden.

Konflikte in der Ukraine, wann wird Frieden sein? Wichtig ist miteinander zu reden und sich nicht gegenseitig immer wieder die Schuld zu zuweisen. Einer ist nicht besser als der andere. Die Amerikaner nicht besser als die Russen. Wir sind alle Menschen auf der kleinen Erde und sollten uns nicht  hassen und bekämpfen.

Das ist wohl nur ein Traum, der nicht erfüllt wird in so vielen Ländern. Reichen wir unserem Nachbarn die Hand, das ist ein wichtiger Schritt zur Verständigung.

Klärchen Dezember 2014

14.01.2014

Hier schreibe ich, was mir spontan einfällt und ich nicht abgespeichert habe um es hier einzustellen.

Manchmal lese ich auf Blogs, in der Zeitung oder sehe im Fernsehen etwas, das Radio bringt die neuesten Nachrichten, es beschäftigt mich.

Es passiert viel, womit ich nicht einverstanden bin, anderes kann ich unterstreichen.

Ich habe  eine eigene Meinung tue  sie auch kund, ob sie nun gefällt oder nicht, egal.

Darüber schreibe ich, manchmal auch öffentlich, aber eben nicht alles geht in die Öffentlichkeit. 

Oft passiert auch nichts besonderes und es gibt einfach nichts zu schreiben.

Ich wohne in einem Dorf mit alt eingesessenen und neuen Nachbarn in einer Straße. Jeder geht seiner Wege, zum Einkaufen, Mütter bringen ihre Kinder zur Schule ,zum Kindergarten oder in die Krippe.

Im Winter sind alle sehr häuslich, im Sommer sieht man sich öfter auf der Straße und im Garten.

Die Männer vorwiegend Rentner gehen aus der Haustür an die Straße, schauen links und rechts ob sich noch jemand vor der Tür oder an der Straße zeigt. Ist jemand draußen rufen sie sich einen guten Tag und tauschen manchmal Neuigkeiten aus.

Sind Geburtstage besuchen sie sich und gratulieren  bei einem Getränk und einem Imbiss.

Es herrscht auch bei den Männern eine gute Nachbarschaft und sie helfen sich gegenseitig.Die meisten in unserer Straße leben mit ihren Ehepartnern etliche Jahre zusammen.

Männer sterben eher, diese Statistik stimmt auch in unserer Straße. Bei einigen Frauen ist der Partner gestorben oder sie sind geschieden. Sie haben es schwer, wenn sie allgemein um Hilfe bitten ist jeder für sie da, ob Männer oder  Frauen. Kommt aber ein bestimmter Mann mehr als einmal, der auch allein ist, so kann es ein Dorfgespräch werden.

Manchmal entwickelt sich ja auch eine Beziehung und sie wird von allen Nachbarn akzeptiert. Lose Affären werden verpönt, über einen Flirt wird hinweg gesehen, wenn es junge Leute sind.

Kommt ja auch immer darauf an wie alt man ist, manche können eben nicht alleine leben.

Ältere Damen werden doch schief angesehen, "braucht die noch einen Mann?"

Geburtstage und Kaffeenachmittage gibt es auch, dort wird über alles mögliche geredet, auch über Affären und Männer.

Es ist hier Nachbarschaftshilfe unter Frauen selbstverständlich.

Jeder hilft jedem und keiner tut sich besonders hervor.

Es gibt natürlich, wie überall,Menschen die sich aus allem heraus halten was die Hilfe betrifft.

Sie wollen für sich alleine bleiben, dass muss man akzeptieren, drüber wird auch geredet, "Einsamkeit" ein Thema das alle beschäftigt, früher oder später.

Da ist eine gute Nachbarschaft ein wichtiges Kriterium die Angst vor Einsamkeit zu nehmen.

Spontan geschrieben am 14.Januar 2014